Es liegt Herbststimmung in der Luft. Idyllische Nebelschwaden steigen auf, es ist aber auch Motorenlärm zu hören. Die Rietflächen rund um den See werden gepflegt.

Die Rietwiesen rund um den Pfäffikersee werden nur einmal jährlich im Herbst gepflegt. Seit dem 1. September ist es wieder soweit und die Herbstarbeiten sind voll im Gang. Landwirte und Pflegeequipen des Kantons ZH sind mit Traktoren, speziellen Raupenfahrzeugen und Handwerkzeug in den Schutzflächen unterwegs. Sie mähen die Feuchtwiesen und schneiden Sträucher zurück. Der späte Schnitttermin erlaubt es auch den seltenen und spätblühenden Feuchtgebietspflanzen, wie dem Lungenenzian oder dem Teufelsabbiss, Samen zu bilden. Teich- und Sumpfrohrsänger oder Schwarzkehlchen, die in den Rietwiesen und im Schilf brüten, konnten ihre Jungen frei von Störungen durch Pflegemassnahmen grossziehen. Der herbstliche Pflegeschnitt ist sehr wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt. Er verhindert, dass die Rietflächen verbuschen. So haben im nächsten Frühling lichtbedürftige Pflanzen, wie seltene Orchideen, ideale Bedingungen zum Aufblühen.

In den Herbst- und Wintermonaten kommen auch Bagger in den Schutzgebieten zum Einsatz. Im Torfriet werden erneut Entwässerungsgräben mit Holzspundwänden eingestaut, um die trockengefallenen Hochmoorflächen zu vernässen. Im Südosten des Sees wird ein nährstoffreicher Oberboden abgetragen und ein Weiher neu ausgebaggert.

Im Naturzentrum Pfäffikersee werden Sie über grössere und kleinere Aufwertungsmassnahmen zur Erhaltung wertvoller Lebensräume informiert – auch in Ihrem Garten.

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